ART CITY LAB

Kulturwerk-des-bbk-Berlin-gmbh
„ART CITY LAB – Neue Räume für die Kunst“
am 30.03.2015, 12:30 Uhr
Rotes Rathaus, Raum 319


Mit Michael Müller, Regierender Bürgermeister und Kultursenator von Berlin

Die Studie ART CITY LAB wurde vom Regierenden Bürgermeister Müller in seiner vormaligen Funktion als Senator für Stadtentwicklung und Umwelt in Auftrag gegeben. Jetzt liegt sie als Buch in deutscher und englischer Sprache vor.

Mit der vom bbk berlin initiierten Studie, durchgeführt vom renommierten Architekturbüro raumlaborberlin, steht nun eine Toolbox an baulichen und organisatorischen Maßnahmen zur Umsetzung eines Ausbaus der Berliner Atelierförderung zur Verfügung.

Der Berliner Atelierbeauftragte beim Kulturwerk des bbk berlin, Florian Schmidt, sieht in dem Neubau von bezahlbaren Atelierhöfen einen wichtigen Baustein des geplanten Ausbaus der Förderung künstlerischer Infrastruktur, insbesondere im Bereich Bildende Kunst. Mit dem kürzlich vorgestellten Masterplan ART STUDIOS 2020 plant er bis 2020, 2.000 neue Ateliers mittels verschiedener Strategien herzustellen.

Aktuell arbeiten der Atelierbeauftragte und das Büro raumlaborberlin an der Initiierung eines Pilotprojektes, das bis Mitte 2016 abgeschlossen sein soll. Ziel ist es, gemeinsam mit ca. 40 Künstler/innen, die aus der privaten Liegenschaft Erkelenzdamm 11-13 in Kreuzberg ausziehen müssen, ein innerstädtisches Neubauprojekt umzusetzen.

Mit
Michael Müller (Regierender Bürgermeister und Kultursenator von Berlin)
Konrad Zander (Vorstandsmitglied des bbk berlin)
Florian Schmidt (Atelierbeauftragter und Leiter des Atelierbüros im Kulturwerk des bbk berlin GmbH)
Andrea Hofmann (Architektin, raumlaborberlin)

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Hintergründe zur Studie ART CITY LAB

Für mittlerweile nahezu 10.000 professionelle Bildende Künstlerinnen und Künstler ist Berlin der zentrale Ort der Produktion und professionellen Kommunikation in Europa. Sie und ihre Arbeit sind für Berlin als Ganzes wichtig – deshalb hat die Berliner Politik bereits seit den neunziger Jahren mit der Einrichtung eines Atelieranmietprogrammes und der Förderung des Atelierwohnungsbaus in städtebaulichen Programmen wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen, Arbeitsvoraussetzungen für Bildende Künstlerinnen und Künstler in Berlin zu schaffen und zu erhalten.

Die Infrastruktur für künstlerisches Arbeiten gerät jedoch aufgrund von Mietsteigerungen und Verwertungsbewegungen auf den Immobilienmärkten, u.a. in Folge des insgesamt erfreulichen Wachstums der Stadt, unter Druck. Allein 2014 sind ca. 350 Ateliers auf dem freien Markt verloren gegangen. Somit wird die Gewährleistung dieser Infrastruktur jetzt zu einer auch stadtentwicklungspolitischen und städtebaulichen Herausforderung.

Die Untersuchungen im Rahmen der Studie ART CITY LAB zeigen, dass Atelierneubau sowohl für Künstlerinnen und Künstler bezahlbar als auch stadträumlich ein Gewinn sein kann. Mit den in diesem Buch vorgestellten Strategien liegt ein wichtiger Baustein aller Anstrengungen vor, das Alleinstellungsmerkmal „Kunst Stadt Berlin“, welches auf andere Branchen abfärbt und somit Arbeitsplätze und Steuereinnahmen schafft, zu erhalten. Der Ansatz des Atelierneubaus ist jedoch mehr als Bestandssicherung: Er würde Berlin um einen hoch innovativen, stadtgestalterischen Ansatz reicher machen und damit zu einem Zukunftsprojekt werden, welches die Stadt prägen könnte.

Die Studie als Buch mit erweiterten Inhalten in Deutsch und Englisch kann beim Jovis Verlag bestellt werden unter:
(Link nicht mehr verfügbar)

Pressevertretern wird bei der Pressekonferenz ein Exemplar des Buches ausgehändigt und bei Bedarf digitales Bildmaterial zur Studie zur Verfügung gestellt.

Ergänzende Materialien und Links:
Masterplan ART STUDIOS 2020, Atelierbeauftragter der bbk kulturwerk GmbH:
2015-02-23_ART_STUDIOS_2020 (PDF)

Infrastruktur sichern – Ohne Atelier keine Kunst, Positionspapier des bbk berlin:
Infrastruktur_sichern_Atelierfoerderung_2016-18 (PDF)